Die Opec+ weitet ihre Ölproduktion für September um täglich 188.000 Barrel aus. Das beschlossen die sieben beteiligten Staaten – darunter Saudi-Arabien, Russland, Kuwait, Irak, Algerien und Oman – nach einer Videokonferenz am Sonntag. Es ist bereits die sechste Erhöhung in Folge.
Damit schließt das Kartell die schrittweise Rücknahme einer Kürzung ab, die 2023 ursprünglich 1,65 Millionen Barrel pro Tag umfasste. Für den Zeitraum Oktober bis Dezember äußerte sich die Allianz nicht. Das nächste Treffen findet am 6. September statt.
Trotz der Produktionsausweitung sanken die Ölpreise am Montag deutlich: Die Nordseesorte Brent verbilligte sich um 4,64 Prozent auf 83,85 Dollar je Barrel. Hauptgrund war die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, auf einen neuen Angriff auf den Iran zu verzichten, um Verhandlungen zu ermöglichen. Analysten weisen zudem darauf hin, dass höhere Förderobergrenzen nicht automatisch mehr Öl auf den Markt bringen – die Teilblockade der Straße von Hormus schränkt die tatsächlichen Exporte weiterhin ein.
Opec+ erhöht Ölförderung um 188.000 Barrel – Preise fallen trotzdem
Warum das wichtig ist
Wer in den nächsten Wochen tankt, könnte von sinkenden Rohölpreisen profitieren – Brent liegt aktuell rund vier Dollar unter dem Niveau vom Wochenende.