In Oakland, Kalifornien, hat am Dienstag ein Prozess begonnen, der für Meta weitreichende Folgen haben könnte. Mehrere US-Bundesstaaten werfen dem Facebook-Konzern vor, Kinder und Jugendliche gezielt abhängig von Instagram und Facebook gemacht zu haben – und die damit verbundenen Risiken bewusst verschwiegen zu haben.
Kaliforniens stellvertretende Generalstaatsanwältin Megan O'Neill fasste die Vorwürfe in der Eröffnung scharf zusammen: Meta habe ausgenutzt, wie Gehirne von Kindern funktionieren, und den Profit stets über den Schutz junger Nutzer gestellt. Konkret geht es auch darum, dass der Konzern zu wenig dagegen unternommen habe, dass Kinder unter 13 Jahren die Dienste durch falsche Altersangaben regelwidrig nutzten. Meta-Anwalt Paul Schmidt wies die Vorwürfe zurück und erklärte, interne Mails seien aus dem Zusammenhang gerissen worden.
Die klagenden Bundesstaaten fordern rund 200 Milliarden Dollar Strafzahlungen sowie Einschränkungen bei Funktionen wie Endlos-Scrollen und häufigen Benachrichtigungen. Der Prozess vor Geschworenen soll bis zu sieben Wochen dauern. Meta-Chef Mark Zuckerberg soll Ende September aussagen, ein Urteil wird Anfang Oktober erwartet.
Meta-Prozess: US-Staaten fordern 200 Milliarden Dollar Strafe
Warum das wichtig ist
Sollte das Gericht die geforderten Funktionseinschränkungen durchsetzen, könnten Instagram und Facebook für Minderjährige grundlegend anders aussehen – etwa ohne Endlos-Scrollen oder automatische Benachrichtigungen.