Bundeskanzler Friedrich Merz hat angekündigt, die Stromsteuer für private Haushalte auf das europäische Mindestmaß zu senken. Konkret soll der Satz von derzeit 2,05 Cent pro Kilowattstunde auf 0,1 Cent fallen – eine Reduktion um fast zwei Cent.
Was das im Geldbeutel bedeutet, hängt vom Verbrauch ab. Das Vergleichsportal Verivox rechnet mit einer Gesamtentlastung inklusive Mehrwertsteuereffekt von rund 2,32 Cent je Kilowattstunde. Der durchschnittliche Haushaltsstrompreis würde damit von 34,36 auf 32,04 Cent sinken – ein Minus von rund sieben Prozent. Ein Drei-Personen-Haushalt mit 4.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch spart so 93 Euro, ein Single mit 1.500 Kilowattstunden nur 35 Euro.
Die Maßnahme ist noch nicht beschlossen. Für den Bundeshaushalt entstehen laut Verivox Kosten von rund drei Milliarden Euro jährlich – das Finanzministerium schätzt den Ausfall sogar auf 5,4 Milliarden Euro. Neben Privathaushalten profitiert auch die Wirtschaft: Die DIHK beziffert die Entlastung für ein durchschnittliches Hotel auf 10.000 Euro, für ein großes Rechenzentrum auf bis zu eine Million Euro pro Jahr.
Merz will Stromsteuer senken – Ersparnis bis zu 93 Euro pro Jahr
Warum das wichtig ist
Wer 4.000 Kilowattstunden im Jahr verbraucht, zahlt künftig rund 93 Euro weniger – Singles sparen dagegen nur etwa 35 Euro jährlich.