Die staatliche Entlastungsprämie von bis zu 1000 Euro steht zunehmend in der Kritik. Handwerkspräsident Jörg Dittrich bezeichnet das steuerfreie Instrument als "ungerecht und falsch" und fordert die Bundesregierung auf, eine Alternative zu entwickeln. Parallel dazu kritisiert Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), die komplizierte Struktur der staatlichen Energiehilfen. Diese seien nicht nur zu komplex in der Anwendung, sondern führten auch zu einer ungleichen sozialen Verteilung der Unterstützung. Fratzscher schlägt stattdessen eine einheitliche Einmalzahlung für alle Erwachsenen vor, die anschließend über das Steuersystem individuell angepasst werden könnte. Dadurch würde eine gezieltere Entlastung erreicht. Die Kritik richtet sich gegen die aktuelle Praxis, bei der Arbeitgeber ihren Beschäftigten freiwillig eine steuerfreie Prämie zahlen können. Beide Experten sehen Reformbedarf bei den staatlichen Entlastungsmaßnahmen, um eine fairere und effizientere Unterstützung der Bürger zu gewährleisten.