Die Regierungskoalition hat sich auf eine Reform des Gebäudeenergiegesetzes geeinigt, die eine Kostenbremse für Mieter vorsieht. Nach monatelangen Verhandlungen steht fest: Kostenrisiken beim Heizen sollen künftig zwischen Mietern und Vermietern aufgeteilt werden.

Die ursprünglich geplanten strengen Vorgaben des Heizungsgesetzes werden gelockert. Hausbesitzer können wieder neue Öl- und Gasheizungen einbauen lassen. Im Gegenzug müssen Vermieter, die weiterhin auf fossile Brennstoffe setzen, einen Teil der steigenden Energiekosten mittragen. Bisher konnten Vermieter diese Kosten vollständig auf die Mieter umlegen.

Die Einigung erfolgte nach wochenlangem Ringen um Details der Reform. Ende Februar hatte sich die Koalition bereits grundsätzlich darauf verständigt, zentrale Regelungen des umstrittenen Gesetzes zu ändern. Das Gebäudeenergiegesetz war ursprünglich darauf ausgelegt, den Umstieg auf klimafreundliche Heizsysteme zu beschleunigen.