Der Internationale Währungsfonds (IWF) schraubt seine Erwartungen für die deutsche Wirtschaft erneut nach unten. Für 2025 rechnet die in Washington ansässige Organisation nun mit einem Wachstum von 0,7 Prozent – 0,1 Prozentpunkte weniger als noch im April. Auch für 2027 fällt die Prognose mit 1,0 Prozent um 0,2 Punkte geringer aus als bisher erwartet.
Als Hauptgrund nennt der IWF die Folgen des Iran-Krieges. Die Blockade der Straße von Hormus – einer zentralen Schifffahrtsroute für Öltransporte – trieb die Energiepreise in die Höhe: Sie liegen derzeit rund 25 Prozent über dem Vorkriegsniveau. Das belastet Lieferketten und heizt die Inflation an. Der IWF warnt, ein erneutes Aufflammen des Konflikts könnte die Lage weiter verschärfen.
Mit seiner Einschätzung steht der IWF nicht allein. Bundesregierung, die Wirtschaftsweisen und die Bundesbank erwarten für dieses Jahr jeweils nur 0,5 Prozent Wachstum. 2025 war Deutschland mit einem Plus von 0,2 Prozent knapp dem dritten Wachstumsjahr in Folge ohne Zuwachs entgangen.
IWF senkt Wachstumsprognose für Deutschland auf 0,7 Prozent
Warum das wichtig ist
Höhere Energiepreise – aktuell rund 25 Prozent über Vorkriegsniveau – bedeuten für Verbraucher voraussichtlich steigende Sprit- und Heizkosten.