Der globale Markt für Börsengänge hat im ersten Halbjahr 2026 deutlich nachgegeben. Die Beratungsgesellschaft EY zählte weltweit 483 IPOs – Initial Public Offerings, also Erstnotierungen an der Börse –, das sind 12 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Als Hauptgrund nennt EY die geopolitischen Spannungen, vor allem den seit Ende Februar andauernden Krieg der USA und Israels gegen den Iran.

Besonders belastend wirkte die wochenlange Blockade der Straße von Hormus durch den Iran, die den globalen Handel mit Öl, Gas und Düngemitteln störte. Regional zeigen sich dabei große Unterschiede: In den USA wagten über ein Drittel weniger Unternehmen den Börsengang, während China inklusive Hongkong ein Plus von 39 Prozent verzeichnete. Europa blieb mit zwei Prozent mehr IPOs nahezu stabil.

Beim Emissionsvolumen – dem Gesamtwert neu ausgegebener Aktien – stechen die USA dennoch heraus: Es stieg um rund 200 Prozent. Maßgeblich dafür war der Börsengang von SpaceX im Juni mit einem Volumen von rund 86 Milliarden Dollar, dem größten Börsengang aller Zeiten.