Der staatliche Tankrabatt hat Dieselfahrer nur teilweise entlastet. Das Münchner ifo-Institut errechnete, dass bis zum 25. Juni im Schnitt lediglich 12 Cent pro Liter Diesel an die Verbraucher weitergegeben wurden – obwohl die Steuer um 16,7 Cent gesenkt worden war. Knapp 4,7 Cent landeten damit bei den Mineralölkonzernen.

Bei Benzin sieht die Bilanz besser aus. Super E5 wurde um 17 Cent günstiger, Super E10 um 16 Cent – jeweils nahe am vollen Steuernachlass. Grundlage der Berechnung war ein Vergleich mit französischen Spritpreisen, um normale Ölpreisschwankungen vom Rabatteffekt zu trennen. Auch die Monopolkommission hatte zuvor festgestellt, dass der Rabatt nicht vollständig weitergegeben wurde.

Die Maßnahme kostete den Staat rund 1,6 Milliarden Euro. Das ifo-Institut hält das Auslaufen des Rabatts dennoch für richtig. Mit Ende Juni steigen die Preise wieder – wie stark, hängt laut ifo-Forscherin Ramona Schmid vor allem vom Ölpreis ab.