Der Ölpreis bleibt das bestimmende Thema an den Energie- und Finanzmärkten: Während Brent-Rohöl zuletzt auf ein Einmonatstief von rund 104 Dollar pro Barrel fiel, liegt der Preis im Quartalsschnitt weit über 90 Dollar – mit spürbaren Folgen für Unternehmen und Verbraucher.
Lufthansa verdiente im dritten Quartal trotz um mehr als eine halbe Milliarde Euro gestiegener Kerosinkosten rund 30 Prozent mehr als im Vorjahr – knapp 1,3 Milliarden Euro Nettogewinn. Möglich machten das höhere Ticketpreise sowie starke Ergebnisse in Wartung und Fracht.
Für Flugreisende dürfte es teurer werden: Lufthansa-Chef Carsten Spohr kündigte für 2027 einen zweistelligen Anstieg der Ticketpreise an. Die Gesamttreibstoffrechnung des Konzerns soll 2024 auf 9,3 Milliarden Euro steigen – 600 Millionen Euro mehr als noch im Sommer erwartet.
Der saudi-arabische Ölkonzern Saudi Aramco profitierte von den hohen Preisen: Sein bereinigter Nettogewinn stieg im dritten Quartal um neun Prozent auf 31,2 Milliarden Dollar. Geopolitische Spannungen rund um die Straße von Hormus – darunter iranische Angriffe auf die Schifffahrt – hatten den Brent-Preis zeitweise auf über 100 Dollar getrieben.
Sinkende Ölpreise stützten zuletzt den deutschen Aktienmarkt: Der Dax erholte sich im Tagesverlauf auf rund 29.950 Punkte, nachdem Hoffnungen auf diplomatische Fortschritte im Nahen Osten den Preisdruck etwas dämpften.
Hohe Ölpreise treiben Kerosinkosten – und belasten bald Flugreisende
Warum das wichtig ist
Wer fliegt, muss sich auf deutlich höhere Ticketpreise einstellen – und auch Spritpreise bleiben so lange erhöht, wie geopolitische Spannungen die Ölversorgung gefährden.
Quellen
- Manager Magazin ↗
- Spiegel Wirtschaft ↗
- Zeit Wirtschaft ↗
- Handelsblatt Finanzen ↗
- Spiegel Wirtschaft ↗
- Business Insider Wirtschaft ↗
- Frankfurter Rundschau Wirtschaft ↗
- Tagesspiegel Wirtschaft ↗
- Tagesspiegel Wirtschaft ↗
- n-tv Wirtschaft ↗
- Tagesspiegel Wirtschaft ↗
- n-tv Wirtschaft ↗
- n-tv Wirtschaft ↗
- Stern Wirtschaft ↗