Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran belastet am Montag die Finanzmärkte. Brent-Rohöl – die europäische Referenzsorte – verteuerte sich um rund drei Prozent auf etwa 78 Dollar pro Fass, US-Leichtöl WTI legte ähnlich stark zu. Auslöser ist die Sorge um die Straße von Hormus, eine Meerenge am Eingang des Persischen Golfs, durch die ein Großteil des weltweiten Öltransports fließt. Der Iran erklärte, die Passage geschlossen zu haben, nachdem ein Schiff getroffen wurde. US-Präsident Trump widersprach und bezeichnete die Route als offen für den Handel.
Am Wochenende weitete Teheran seine Angriffe auf Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate aus, während die USA erneut den Iran beschossen. Das stellt ein im Vormonat geschlossenes vorläufiges Abkommen zwischen beiden Ländern infrage. Die Analysten der ANZ zweifeln öffentlich daran, dass eine schnelle Lösung noch möglich ist.
An den Börsen reagierten Anleger mit Verkäufen: Der japanische Nikkei verlor ein Prozent, der breite MSCI-Index für asiatisch-pazifische Märkte außerhalb Japans gab 0,2 Prozent nach.
Golf-Eskalation treibt Ölpreis um 3 % – Asiens Börsen geben nach
Warum das wichtig ist
Steigt der Ölpreis dauerhaft, werden Benzin und Heizöl teurer – ein Anstieg von drei Prozent entspricht bei einem Tankfüllstand von 50 Litern rund einem Euro mehr.