Deutschland hat 2024 rund 23 Millionen Tonnen gefährlicher Abfälle erzeugt – das sind 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Das meldet das Statistische Bundesamt. Als gefährlich gelten Stoffe, die etwa brandfördernde, krebserregende oder reizende Eigenschaften haben und deshalb speziell entsorgt werden müssen.
Den größten Anteil trugen Bau- und Abbruchabfälle mit knapp 39 Prozent – ein Muster, das sich bereits in den Vorjahren zeigte. An zweiter Stelle standen mit rund 31 Prozent Abfälle aus Wasseraufbereitung und Abfallbehandlung, also etwa aus Kläranlagen und Wasserwerken. 71 Prozent der Gesamtmenge, konkret 16,4 Millionen Tonnen, entstanden direkt bei den Betrieben, die sie verursachten. Die restlichen 6,7 Millionen Tonnen kamen aus Zwischenlagern oder von Entsorgern.
Die Statistik erfasst alle Abfälle, die der sogenannten Begleitscheinpflicht unterliegen – einem Nachweisverfahren für besonders überwachungsbedürftige Stoffe. Dazu zählen unter anderem schadstoffhaltige Batterien, Leuchtstoffröhren und chlorierte Schmieröle.
Gefährliche Abfälle in Deutschland steigen 2024 auf 23 Millionen Tonnen
Warum das wichtig ist
Wer Leuchtstoffröhren, Altbatterien oder verunreinigte Verpackungen entsorgt, ist gesetzlich verpflichtet, diese über zertifizierte Stellen abzugeben – nicht in den Hausmüll.