Galeria verhandelt mit Vermietern über den Fortbestand von 33 seiner 83 Warenhäuser. Scheitern die Gespräche über Mietkonditionen und Flächenanpassungen, drohen Schließungen. Das gab das Unternehmen nun bekannt.

Bei neun Standorten laufen die Verhandlungen bereits seit Monaten – darunter drei Filialen in Berlin, zwei in Köln sowie je eine in München, Mannheim, Braunschweig und Aschaffenburg. Für die übrigen 24 gefährdeten Standorte starten die Gespräche jetzt erst. Auch an den verbleibenden 50 Häusern will Galeria mit Vermietern reden, weil alle Filialen profitabler werden sollen. Hintergrund der angespannten Lage: Mehrere Vermieter beklagten zuletzt, dass Mieten nicht oder nur teilweise gezahlt wurden. Galeria räumte Liquiditätsschwankungen ein und bat um Zahlungsaufschübe. Anfang 2024 meldete der Konzern – entstanden aus der Fusion von Galeria Kaufhof und Karstadt – zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren Insolvenz an. Seitdem gehört das Unternehmen neuen Eigentümern, darunter die US-Investmentgesellschaft Gordon Brothers, die zuletzt auch einen Kredit von bis zu 160 Millionen Euro bereitstellte.