Die US-Notenbank Federal Reserve hat ihren Leitzins erneut unverändert gelassen. Diese Entscheidung war von Experten erwartet worden, da die Fed bereits zum dritten Mal in Folge eine Zinspause einlegte. Die Notenbank begründet ihre Zurückhaltung mit der aktuellen Energiekrise und anhaltenden Inflationssorgen.

Überraschend kündigte Fed-Chef Jerome Powell an, dass er nach dem Ende seiner Amtszeit als Vorsitzender Mitte Mai im Vorstand der Notenbank verbleiben wird – allerdings nur noch als einfaches Mitglied ohne Führungsrolle. Diese Entscheidung dürfte US-Präsident Donald Trump missfallen, der seit Langem niedrigere Zinsen fordert und seinen eigenen Kandidaten für den Fed-Vorsitz nominieren möchte.

Der Zentralbankrat zeigt sich bereits jetzt uneinig über die künftige geldpolitische Ausrichtung. Ökonomen rechnen für das laufende Jahr höchstens mit einer moderaten Lockerung der Geldpolitik. Powells Verbleib als Vorstandsmitglied könnte die Umsetzung von Trumps geldpolitischen Plänen erschweren.