Fed-Chef Powell bleibt nach Amtsende im Notenbank-Vorstand
Jerome Powell wird nach dem Ende seiner Amtszeit als Chef der US-Notenbank Federal Reserve im Vorstand der Institution bleiben. Diese Entscheidung gab der scheidende Fed-Vorsitzende nach der jüngsten Zinssitzung bekannt. Die Federal Reserve ließ den Leitzins bei der aktuellen Sitzung unverändert, wie von Experten erwartet worden war. Powells Ankündigung, trotz des Wechsels an der Spitze weiterhin als Vorstandsmitglied tätig zu bleiben, kam jedoch überraschend. Als Fed-Chef wird Powell voraussichtlich von Kevin Warsh abgelöst, der bereits als designierter Nachfolger gehandelt wird. Warsh plant offenbar Änderungen bei der Datengrundlage für Zinsentscheidungen, insbesondere bei der Berechnung der Inflationsrate. Die Entscheidung Powells, im Vorstand zu verbleiben, könnte zu Spannungen mit der neuen Führung führen, da unterschiedliche Ansätze zur Geldpolitik aufeinandertreffen könnten. Die Federal Reserve steht vor der Herausforderung, die US-Wirtschaft bei anhaltenden Inflationssorgen und Energiekrise zu stabilisieren.
Warum das wichtig ist
Änderungen in der Fed-Führung beeinflussen die globalen Finanzmärkte und damit auch deutsche Sparer und Anleger.