Die Europäische Zentralbank hat den Einlagensatz um 25 Basispunkte auf 2,25 Prozent erhöht. Es ist die erste Zinsanhebung seit September 2023. Als Grund nennt die EZB den Energieschock infolge des Nahostkonflikts und damit verbundene Preissteigerungen.

Die Zinserhöhung wirkt sich auf verschiedene Bereiche aus: Sparer können mit besseren Konditionen bei Tagesgeld und Festgeld rechnen, da Banken wieder stärker um Kundengelder werben müssen. Für Immobilienkäufer bedeutet die Entscheidung hingegen höhere Bauzinsen bei neuen Krediten. Auch Unternehmen müssen sich auf teurere Finanzierungen einstellen.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde reagiert mit der Zinsanhebung auf die gestiegenen Energiepreise. Nach mehr als einem Jahrzehnt niedriger Zinsen markiert die Entscheidung eine Trendwende in der Geldpolitik. Banken stehen nun vor der Herausforderung, wieder aktiv um Sparer zu werben, nachdem sie jahrelang kaum Zinsen zahlen mussten.