Die EU-Kommission hat in Straßburg eine neue Fischereistrategie vorgestellt, die den Sektor bis 2040 nachhaltiger aufstellen soll. EU-Fischereikommissar Costas Kadis nannte dabei mehrere Druckfaktoren: schwankende Energiekosten, den Klimawandel, schrumpfende Fischbestände und eine alternde Belegschaft.
Konkret setzt die Strategie auf Investitionen in effizientere, klimafreundlichere Schiffe. Gleichzeitig will die Kommission das Problem des Beifangs – also ungewollt gefangener Fischarten – neu angehen. Die bisherige Pflicht, alle regulierten Arten an Land zu bringen, habe nicht die erhofften Ergebnisse gebracht. Neue Technologien und eine bessere Dokumentation der Fänge sollen das ändern. Bis 2029 plant die Kommission außerdem eine digitale Rückverfolgbarkeit für alle Fischprodukte entlang der Lieferkette, um die Nachfrage nach EU-Ware zu stärken.
Mehr als 200.000 Menschen arbeiten laut Kommission direkt in der EU-Fischerei und Aquakultur – hinzu kommen weitere Beschäftigte in Verarbeitung und Handel. Konkrete Gesetzesvorschläge stehen bislang noch aus.
EU-Kommission plant Kurswechsel in der Fischereipolitik bis 2040
Warum das wichtig ist
Wer Fisch kauft, soll ab 2029 per digitalem System nachverfolgen können, woher das Produkt stammt – das betrifft alle EU-Verbraucher.