Die EU-Kommission hat die 110 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance genehmigt – allerdings mit Bedingungen. Im Bereich der Filmproduktion sehen die Brüsseler Wettbewerbshüter trotz des Zusammenschlusses genug Konkurrenz im Europäischen Wirtschaftsraum. Beim Filmvertrieb fiel das Urteil anders aus.
Dort stellte die Kommission eine zu hohe Marktkonzentration fest. Deshalb muss Paramount seine Anteile an United International Pictures (UIP) abgeben – einem Gemeinschaftsunternehmen mit Universal, das Filme an Kinobetreiber vertreibt. Zusätzlich darf Paramount in den nächsten zehn Jahren keine vergleichbare Kooperation mit Universal im europäischen Markt eingehen.
In den USA läuft der Deal dagegen nicht reibungslos. Zwar genehmigte die US-Regierung die Übernahme im Juni ohne Auflagen. Eine Bundesrichterin in Kalifornien legte sie jedoch vorläufig auf Eis, nachdem zwölf US-Bundesstaaten Klage eingereicht hatten. Sie befürchten höhere Preise und weniger Inhalte für Zuschauer.
EU genehmigt Paramount-Übernahme von Warner Bros. für 110 Mrd. Dollar
Warum das wichtig ist
Wer in Europa ins Kino geht, könnte mittelfristig weniger Auswahl beim Filmverleih spüren – die EU-Auflagen sollen genau das verhindern.