Die angespannte Lage im Nahen Osten wirkt sich zunehmend auf die Energiemärkte aus. Ein Manager des US-Ölriesen Exxon warnt vor einem möglichen Preissprung bei Öl, sollte sich die Situation in der strategisch wichtigen Straße von Hormus weiter verschärfen. Diese Meerenge ist eine der wichtigsten Transportrouten für Rohöl weltweit.

Parallel dazu äußert sich auch der deutsche Energiesektor besorgt über die Entwicklungen. Uniper-Chef Michael Lewis warnt vor zu niedrigen Füllständen der deutschen Gasspeicher. Der Grund: Durch die bereits gestiegenen Gaspreise infolge der Konflikte rechnet sich für viele Anbieter das Befüllen der Speicher derzeit nicht. Lewis befürchtet dadurch Probleme in der kommenden Heizperiode.

Während das Bundeswirtschaftsministerium die Lage noch als entspannt einschätzt, sehen Branchenvertreter die Versorgungssicherheit gefährdet. Die Energiekonzerne beobachten die geopolitischen Spannungen mit wachsender Sorge, da weitere Eskalationen die Preise zusätzlich antreiben könnten.