Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) bezeichnet den Bürgergeld-Regelsatz als zu hoch und fordert Kürzungen. Der Regelsatz ist der gesetzlich festgelegte Grundbetrag, der das Existenzminimum von Leistungsempfängern sichern soll.
Bürgergeld-Empfängerin Sonja Waszerka widerspricht dieser Einschätzung direkt. Nach eigenen Angaben bleiben ihr am Monatsende noch 30 Euro für die letzten 12 Tage – konkret heißt das: 2,50 Euro pro Tag für alle Ausgaben des täglichen Lebens. Dobrindts Aussagen bezeichnet sie als Angstmacherei, die nicht der Realität entspreche.
Damit stehen sich zwei gegensätzliche Positionen gegenüber: Dobrindt argumentiert, der Staat zahle zu viel; Waszerka zeigt am eigenen Beispiel, dass das Geld kaum reicht. Die politische Debatte über eine mögliche Absenkung des Regelsatzes läuft damit parallel zu konkreten Berichten aus dem Alltag von Betroffenen.
Dobrindt hält Bürgergeld für zu hoch – Empfängerin hat 30 Euro für 12 Tage
Warum das wichtig ist
Wer Bürgergeld bezieht, muss bei einer Kürzung des Regelsatzes mit weniger als den aktuellen Leistungen rechnen – für Singles, Paare und Familien jeweils unterschiedlich berechnet.