Der Deutsche Gewerkschaftsbund demonstriert am Samstag in 15 deutschen Großstädten gleichzeitig. Das Motto lautet: „Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente." Im Mittelpunkt stehen Forderungen nach sicheren Arbeitsplätzen, stabiler Gesundheitsversorgung und verlässlicher Altersvorsorge.

In Frankfurt startet der Zug am Willy-Brandt-Platz und endet mit einer Kundgebung am Opernplatz. Der DGB erwartet tausende Teilnehmer aus ganz Hessen – allein 47 Busse bringen Menschen in die Stadt, rund die Hälfte davon aus Nordhessen. Sprechen werden unter anderem Verdi-Chef Frank Werneke und der hessische DGB-Vorsitzende Michael Rudolph. Der DGB fordert konkret: mehr Investitionen in Infrastruktur, das Ende sachgrundloser Befristungen sowie eine abschlagsfreie Rente für langjährig Versicherte. Stellvertretender DGB-Chef Stefan Körzell betont, Wachstum entstehe nicht durch Kürzungen am Sozialstaat, sondern durch Investitionen und stabile Kaufkraft.

Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände widerspricht: Hauptgeschäftsführer Dirk Pollert sieht die finanzielle Belastung durch den Sozialstaat an einem „Kipppunkt" und hält grundlegende Reformen für notwendig.