Die CSU will die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren grundlegend einschränken. CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann macht das zur Bedingung für eine Rentenreform: »Härtefälle ja, Regelfälle nein«, sagte er der »Bild«. Ohne eine Änderung des Regel-Ausnahme-Verhältnisses sei keine Reform möglich.
Innerhalb der Koalition laufen dazu konkrete Verhandlungen. Diskutiert wird unter anderem, die nötige Beitragszeit um bis zu zwei Jahre anzuheben – also auf 46 oder 47 Jahre. Außerdem stehen eine kürzere Anrechnung von Erziehungszeiten und eine Begrenzung der Frühverrentung auf bestimmte Berufsgruppen im Raum. Die SPD lehnt Einschnitte ab: Vize-Chef Alexander Schweitzer besteht auf dem Prinzip der Leistungsgerechtigkeit und hält Übergangsfristen allein für unzureichend. Auch VdK-Präsidentin Verena Bentele verlangt neben ausreichenden Übergangszeiten eine echte Ersatzlösung für gesundheitlich belastete Ältere.
Der Koalitionsstreit zeigt: Eine Einigung ist noch nicht in Sicht. Beide Seiten beziehen klare Positionen.
CSU fordert Frühverrentung nur noch für Härtefälle
Warum das wichtig ist
Wer aktuell plant, nach 45 Beitragsjahren abschlagsfrei in Rente zu gehen, könnte künftig ein oder zwei Jahre länger arbeiten müssen – je nachdem, wie die Reform ausgeht.