Die deutsche Wirtschaft spürt die Folgen des Iran-Konflikts deutlich. Nach einem kurzen Zwischenhoch gehen die Bestellungen bei deutschen Unternehmen stark zurück. Zunächst hatten viele Kunden ihre Aufträge vorgezogen, was den Firmen kurzfristig half. Doch nun schlägt die Nahost-Krise massiv auf die Auftragslage durch.

Die Industrieunternehmen verzeichnen einen stärkeren Rückgang der Bestellungen als ursprünglich erwartet. Besonders betroffen sind Firmen, die unter gestiegenen Energiepreisen leiden und diese an ihre Kunden weitergeben müssen. Die höheren Kosten führen dazu, dass sich Unternehmen bei neuen Bestellungen zurückhalten.

Der Konflikt wirkt sich somit in zwei Phasen aus: Erst profitierten deutsche Firmen von vorgezogenen Aufträgen, nun folgt der Einbruch. Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung in der Region verstärkt die Zurückhaltung der Auftraggeber zusätzlich.