Die Deutsche Bank steigt in den Wettbewerb um das neue staatlich geförderte Altersvorsorgedepot ein, das ab 2027 die Riester-Rente ablösen soll. Dabei können Sparer erstmals über ETFs, Aktienfonds und Anleihen staatlich gefördert fürs Alter anlegen.
Das günstigste Angebot der Bank ist das digitale Standarddepot – eine Basisvariante, bei der der Anbieter die Geldanlage nach gesetzlichen Vorgaben zusammenstellt. Es kostet in den ersten zwei Jahren 0,1 Prozent pro Jahr, danach 0,28 Prozent. Wer persönliche Beratung möchte, zahlt 0,99 Prozent jährlich. Zusätzlich gibt es zwei Versicherungsprodukte, entwickelt gemeinsam mit der Zurich-Versicherung.
Ein strukturelles Problem bleibt: Das Gesetz erlaubt Anbietern, ihre Preise jederzeit zu erhöhen – mit nur vier Monaten Vorlaufzeit. Kritiker befürchten deshalb, dass der aktuelle Preiskampf langfristig zulasten der Kunden gehen könnte. Der Staat fördert Einzahlungen zwischen 120 und 1.800 Euro pro Jahr mit bis zu 540 Euro Zulage, plus bis zu 300 Euro pro Kind. Kapitalerträge bleiben in der Ansparphase steuerfrei.
Deutsche Bank startet Altersvorsorgedepot – günstig, aber mit Preisrisiko
Warum das wichtig ist
Wer jährlich 1.800 Euro einzahlt, erhält vom Staat bis zu 540 Euro Zulage – muss aber bei einem Anbieterwechsel auf mögliche Preiserhöhungen nach Vertragsabschluss achten.