Die Bundesregierung will die geplante Zuckersteuer deutlich breiter anlegen als bisher bekannt. Das zeigt ein Eckpunktepapier des Finanzministeriums, das dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt. Demnach sollen nicht nur klassische zuckerhaltige Softdrinks besteuert werden, sondern auch Fruchtsäfte aus Konzentraten, Smoothies, pflanzliche Milchalternativen wie Hafermilch sowie zuckerfreie Getränke mit Süßungsmitteln – etwa Cola Zero.

Konkret sieht das Papier einen gestaffelten Steuertarif vor: Getränke mit Süßungsmitteln sollen mit 26 Cent pro Liter belastet werden, bei zuckerhaltigen Getränken steigt der Betrag je nach Zuckergehalt weiter an. Für 2026 rechnet die Koalition mit Einnahmen von rund 650 Millionen Euro. Das Finanzministerium betont, das Vorhaben befinde sich noch in einer frühen Abstimmungsphase zwischen den Ressorts.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger kritisiert die Pläne scharf. Er sieht darin keine Gesundheitspolitik mehr, sondern eine allgemeine Getränkesteuer. Auch aus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion kommt Widerstand – die Fraktion will die genaue Ausgestaltung im parlamentarischen Verfahren prüfen.