Wer Bitcoin oder andere Kryptowährungen länger als ein Jahr hält, zahlt in Deutschland bisher keine Steuern auf Gewinne – egal ob 1.000 oder eine Million Euro. Dieses Privileg will die Bundesregierung abschaffen.

Am 6. Juli 2026 beschloss das Kabinett den Haushaltsentwurf 2027, der die Besteuerung von Kryptowerten ausdrücklich als Sparmaßnahme nennt. Der Hintergrund: Der Bundeshaushalt 2027 weist eine Lücke von rund 15 Milliarden Euro auf. Künftig sollen Kryptogewinne genauso besteuert werden wie Arbeitslohn oder Aktienerträge – so steht es im Regierungsentwurf. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil treibt die Reform voran.

Beschlossen ist die Änderung allerdings noch nicht. Der Bundestag muss noch zustimmen. Bis Ende August erarbeitet das Bundesfinanzministerium einen konkreten Referentenentwurf, danach folgt eine Verbändeanhörung. Ab September soll das Gesetzespaket in der Haushaltsdebatte behandelt werden. Entscheidende Details – darunter mögliche Übergangsregeln und ob Altbestände betroffen sind – bleiben bislang offen.