Audi investiert rund vier Milliarden US-Dollar in ein neues Werk im US-Bundesstaat Georgia – und macht damit sichtbar, was Zahlen schon länger belegen: Der Steuerstandort USA ist für Unternehmen deutlich attraktiver als Deutschland.
Der Steuerunterschied ist konkret messbar. In Deutschland zahlen Kapitalgesellschaften im Schnitt knapp 30 Prozent auf ihre Gewinne – in Georgia sind es rechnerisch rund 25 Prozent, zusammengesetzt aus 21 Prozent Bundessteuer und 4,99 Prozent Staatssteuer. Dieser Abstand von etwa fünf Prozentpunkten ist einer der Gründe, warum Audi-Chef Gernot Döllner die Pläne für jährlich bis zu 200.000 Premium-SUVs und rund 4.500 neue Arbeitsplätze in den USA ankündigte.
Gleichzeitig zeigt eine Studie des Tax Justice Network, dass Trumps Steuerpolitik Deutschland zwischen 2016 und 2023 bereits mehr als 23 Milliarden Euro an Steuereinnahmen gekostet hat – mehr als jedes andere EU-Land. US-Konzerne verlagerten in diesem Zeitraum Gewinne von 327 Milliarden Euro aus der EU in die USA. Den europäischen Haushalten entgingen dadurch mindestens 86,4 Milliarden Euro.
Trumps Steuerpolitik zieht Milliarden aus Deutschland ab
Warum das wichtig ist
Deutschen Kommunen entgingen allein durch Gewinnverlagerungen von US-Konzernen rund 9,8 Milliarden Euro – Geld, das etwa für Schulen, Straßen und öffentliche Dienste fehlt.