Deutschlands Sozialhilfeausgaben sind 2025 um 6,1 Prozent auf 21,5 Milliarden Euro gestiegen. Das meldete das Statistische Bundesamt am Freitag. Haupttreiber ist die Hilfe zur Pflege – also staatliche Unterstützung für Menschen, die Pflegekosten nicht selbst tragen können.

Dieser Posten wuchs um 13,3 Prozent auf sechs Milliarden Euro. Damit macht Pflege inzwischen 27,8 Prozent aller Sozialhilfeausgaben aus – 2022 waren es noch 23,6 Prozent. Es ist das dritte Jahr in Folge, in dem dieser Anteil steigt. Dagegen legte der größte Einzelposten, die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, nur um 2,9 Prozent auf 11,8 Milliarden Euro zu. Das ist der schwächste Zuwachs seit 2016. Grund: Die Regelsätze wurden zum 1. Januar 2025 erstmals seit 2011 nicht angehoben. Die Hilfe zum Lebensunterhalt stieg um 4,4 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Bürgergeld und Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen sind in diesen Zahlen nicht enthalten.