Die Sozialhilfeträger in Deutschland haben 2025 netto 21,5 Milliarden Euro ausgegeben – 6,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Das meldet das Statistische Bundesamt. Der Anstieg verteilt sich dabei sehr ungleich auf die einzelnen Leistungsbereiche.

Den stärksten Zuwachs verzeichnete die Hilfe zur Pflege, also staatliche Unterstützung für Menschen, deren Pflegekosten die eigenen Mittel übersteigen. Sie stieg um 13,3 Prozent auf 6 Milliarden Euro und macht inzwischen 27,8 Prozent der gesamten Sozialhilfeausgaben aus – 2022 waren es noch 23,6 Prozent. Der größte Einzelposten bleibt die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung mit 11,8 Milliarden Euro, doch ihr Anteil sank zum dritten Mal in Folge auf 54,9 Prozent. Der Zuwachs dort fiel mit 2,9 Prozent vergleichsweise gering aus, weil die Regelsätze zum 1. Januar 2025 erstmals seit 2011 nicht erhöht wurden. Für die Hilfe zum Lebensunterhalt flossen 1,7 Milliarden Euro, weitere 2 Milliarden in Bereiche wie Gesundheitshilfe und Unterstützung bei sozialen Schwierigkeiten.

Das Bürgergeld ist in diesen Zahlen nicht enthalten – es ist im SGB II geregelt, die Sozialhilfe im SGB XII.