Im Dezember 2024 erhalten Schweizer Rentnerinnen und Rentner erstmals eine 13. Monatsrente. Die Bevölkerung hatte diese Zusatzleistung im März 2024 mit 58,2 Prozent Zustimmung per Volksabstimmung beschlossen. Sie entspricht einem Zwölftel der jährlichen AHV-Rente – also der staatlichen Alters- und Hinterlassenenversicherung – und kommt damit einer zusätzlichen Monatszahlung gleich.

Genau hier setzt die neu gegründete Fondation Chance 13 an. Die Stiftung, hinter der der Unternehmer Jörg Odermatt und der Bankier Karl Reichmuth stehen, ruft wohlhabende Senioren auf, ihre Extrazahlung zu spenden statt zu behalten. Beide Gründer haben bereits je 150.000 Franken aus ihrem Privatvermögen beigesteuert. Das gesammelte Geld soll älteren Menschen in finanziellen Schwierigkeiten helfen sowie Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche fördern. Für die ersten Jahre peilen die Initiatoren ein Spendenvolumen von einer bis zwei Millionen Franken an. Sie schätzen, dass rund ein Viertel der Schweizer Rentnerinnen und Rentner auf die Zusatzzahlung verzichten könnte.

Die 13. Monatsrente kostet den Schweizer Staat insgesamt mehr als vier Milliarden Franken jährlich. Wie sie langfristig finanziert wird, ist politisch noch ungeklärt.