Der Deutsche Mieterbund (DMB) schlägt Alarm: In Deutschland fehlen laut seinem „Mietenreport 2026" rund 1,4 Millionen Wohnungen, der Bestand an Sozialwohnungen ist auf ein Rekordtief von etwa einer Million gesunken. Gleichzeitig wohnen 52,3 Prozent der Bevölkerung zur Miete – und viele von ihnen fühlen sich zunehmend unter Druck.
Das zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage unter 1.021 Mieterinnen und Mietern (29. Juni bis 7. Juli): 50 Prozent befürchten, im Bedarfsfall keine bezahlbare Ersatzwohnung zu finden. 29 Prozent machen sich Sorgen, die Miete künftig nicht mehr stemmen zu können. 58 Prozent berichten, ihre Wohnkosten seien im vergangenen Jahr gestiegen. Die Folgen reichen weit: 52 Prozent legen deshalb weniger für die Altersvorsorge zurück, 25 Prozent sparen bei gesunden Lebensmitteln.
DMB-Präsidentin Melanie Weber-Moritz warnt, die Wohnungskrise wachse sich zur Sozialstaatskrise aus. Der Verband fordert unter anderem einen befristeten bundesweiten Mietenstopp sowie Bußgelder für Vermieter, die gegen die Mietpreisbremse – die Neuvermietungen auf maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete begrenzt – verstoßen.
Mieterbund: 1,4 Millionen Wohnungen fehlen – jeder Zweite in Sorge
Warum das wichtig ist
Wer umziehen muss, hat schlechte Karten: Jeder zehnte Mieterhaushalt könnte bei einem plötzlichen Einkommenseinbruch von 40 Prozent die Miete weniger als einen Monat lang aufbringen.