CDU-Chef Friedrich Merz bezeichnet die gesetzliche Rente als reine "Basisabsicherung" und fordert eine stärkere private Altersvorsorge. Diese Neuausrichtung der Rentenpolitik könnte erhebliche finanzielle Folgen für Millionen Deutsche haben. Aktuell liegt die durchschnittliche Rente deutlich über der Grundsicherung im Alter - konkret beträgt diese Differenz laut Berechnungen 1227 Euro monatlich. Würde die gesetzliche Rente tatsächlich nur noch eine Grundabsicherung darstellen, müssten Arbeitnehmer diese Lücke durch private Vorsorge schließen. Das bedeutet höhere monatliche Belastungen während des Erwerbslebens. Zum Vergleich: In Österreich erhalten Rentner 74 Prozent ihres letzten Gehalts, in Deutschland sind es nur 42 Prozent. Merz' Vorschlag würde diesen Unterschied noch vergrößern. Die Idee zielt darauf ab, das Rentensystem langfristig zu stabilisieren, könnte aber die individuelle Altersarmut verstärken, wenn die private Vorsorge nicht ausreicht.