Ein deutsches Gericht hat die Stiftung Warentest zur Zahlung von Schadenersatz verurteilt. Grund ist ein fehlerhafter Rauchmelder-Test aus dem Jahr 2020, der einem Berliner Hersteller erhebliche wirtschaftliche Schäden zugefügt hat. Das Unternehmen hatte die Bewertung "mangelhaft" erhalten, obwohl der Test nach Gerichtsauffassung nicht korrekt durchgeführt wurde.

Die schlechte Testnote führte bei dem Rauchmelder-Hersteller zu massiven Umsatzeinbußen und dem Verlust von Arbeitsplätzen. Das betroffene Unternehmen klagte daraufhin auf Schadenersatz in Millionenhöhe gegen die Verbraucherorganisation. Es ist das erste Mal in der Geschichte der Stiftung Warentest, dass ein Gericht sie zur Haftung für die Folgen eines Tests verurteilt hat.

Das Urteil könnte weitreichende Konsequenzen für die Stiftung Warentest haben und das System der Produkttests grundlegend verändern. Die Organisation galt jahrzehntelang als nahezu unantastbar bei ihren Testverfahren und -bewertungen.