Der Deutsche Bauernverband meldet in seiner Erntebilanz 2026 eine Getreidemenge von 41,9 Millionen Tonnen – sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Hauptursachen sind ein trockenes Frühjahr und eine Hitzewelle in der zweiten Junihälfte, die genau in die Phase fiel, in der Getreidekörner normalerweise an Größe und Gewicht zulegen.
Besonders hart trifft es Raps: Hier brach die Ernte um 20 Prozent auf 3,3 Millionen Tonnen ein, auch weil Schädlinge wie Erdfloh und Kohlschotenmücke zusätzliche Schäden anrichteten. Beim Weizen liegt die Menge mit knapp 21 Millionen Tonnen ebenfalls sieben Prozent unter dem Vorjahr. Regional zeigt sich ein deutliches Nord-Süd-Gefälle – Süd- und Westdeutschland sind am stärksten betroffen. Trotz der Einbußen deckt die Ernte den deutschen Getreidebedarf von rund 40 Millionen Tonnen knapp.
Landwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) erwartet vorerst keine deutlich höheren Preise für Brot oder Fleisch, da Lebensmittelpreise auch von Lieferketten und Transport abhängen. Staatliche Hilfen will er erst nach Vorlage amtlicher Erntedaten Ende August passgenau zuschneiden.
Dürre drückt Getreideernte 2026 um 7 Prozent auf 41,9 Mio. Tonnen
Warum das wichtig ist
Brot und Fleisch dürften laut Landwirtschaftsminister kurzfristig nicht spürbar teurer werden – ob das mittelfristig gilt, hängt von den noch ausstehenden amtlichen Erntedaten ab.