Das Bundeskabinett hat einen Gesetzesentwurf zur Reform des Mietrechts beschlossen. Die geplanten Änderungen sollen 44 Millionen Mieter in Deutschland besser schützen. Im Fokus stehen dabei neue Regelungen zu Indexmieten und möblierten Wohnungen.

Indexmieten sind Mietverträge, bei denen sich die Miete automatisch an die Inflation anpasst. Diese sollen durch die Reform stärker reguliert werden. Auch gegen die Praxis, Wohnungen möbliert zu vermieten, um höhere Mieten zu rechtfertigen, will die Regierung vorgehen.

Die Reform sieht außerdem Preisdeckel und erweiterte Schonfristen vor. Preisdeckel begrenzen, wie stark Vermieter die Miete erhöhen dürfen. Schonfristen geben Mietern mehr Zeit, bevor sie aus ihrer Wohnung ausziehen müssen.

Der Gesetzesentwurf muss noch durch den Bundestag. Welche konkreten Grenzwerte und Fristen gelten sollen, ist noch nicht final festgelegt. Die Reform zielt darauf ab, Mieter vor übermäßigen Mieterhöhungen und kurzfristigen Kündigungen zu schützen.