Das Bauen in Deutschland wird deutlich teurer: Die Preise für den Neubau konventioneller Wohngebäude lagen im August 2026 um 5,5 Prozent über dem Vorjahreswert – der stärkste Anstieg seit drei Jahren. Das Statistische Bundesamt veröffentlichte die Zahlen am 9. Oktober 2026.
Besonders stark verteuerten sich Dachdeckungsarbeiten mit plus 7,6 Prozent sowie Zimmer- und Holzbauarbeiten mit plus 7,2 Prozent. Etwas moderater stiegen die Preise für Beton- und Mauerarbeiten, die zusammen den größten Anteil am Rohbau ausmachen: plus 4,3 beziehungsweise 4,2 Prozent. Beim Innenausbau trieben vor allem Elektroanlagen und Heizanlagen die Kosten. Gegenüber dem vorherigen Berichtsmonat Mai 2026 erhöhten sich die Baupreise um 1,0 Prozent.
Auch Instandhaltungsarbeiten an bestehenden Wohngebäuden wurden teurer – um 6,0 Prozent im Jahresvergleich. Damit liegt der Preisanstieg im Baubereich deutlich über der allgemeinen Inflationsrate, die zuletzt bei 3,3 Prozent lag.
Baupreise für Wohngebäude steigen im August um 5,5 Prozent
Warum das wichtig ist
Wer aktuell ein Haus baut oder saniert, zahlt für Dacharbeiten rund 7,6 Prozent mehr als noch vor einem Jahr – bei einem Auftrag über 50.000 Euro wären das etwa 3.800 Euro zusätzlich.