Deutsche Banken führen verstärkt Treueprogramme ein, die aktivere Kunden mit besseren Konditionen belohnen. Geldhäuser wie HypoVereinsbank und ING knüpfen bereits jetzt die Zinssätze für Konten und die Gebühren beim Wertpapierhandel an die Handelsaktivität ihrer Kunden. Wer häufiger Transaktionen durchführt oder mehr Finanzprodukte nutzt, erhält dafür attraktivere Angebote.

Parallel dazu steigen die Festgeldzinsen auf den höchsten Stand seit 2023. Banken reagieren damit auf die erwartete Zinsentwicklung der Europäischen Zentralbank. Die Institute gehen davon aus, dass die EZB ihre Leitzinsen bald wieder anheben könnte, da die Inflation durch geopolitische Spannungen erneut anzieht.

Das Modell der aktivitätsbasierten Konditionen könnte sich bei weiteren deutschen Banken durchsetzen. Für Verbraucher bedeutet dies: Je mehr sie ihre Bankverbindung nutzen und Finanzgeschäfte abwickeln, desto bessere Zinsen und günstigere Gebühren können sie erhalten.