Bundesweit blieben am Montag zahlreiche Apotheken geschlossen. Die Mitarbeitenden streikten für bessere Bezahlung und höhere Honorare. Auch in Hessen beteiligten sich die meisten Apotheken an dem Protest. Kunden standen vielerorts vor verschlossenen Türen, wenn sie Medikamente abholen wollten.

Die Apotheker fordern seit längerem Honorarerhöhungen und beklagen unzureichende Vergütung ihrer Leistungen. Sie sehen sich durch die aktuelle Honorarstruktur finanziell unter Druck gesetzt. Der Streik sollte den Forderungen nach fairer Entlohnung Nachdruck verleihen.

Die Krankenkassen widersprechen jedoch der Darstellung fehlender Honorarerhöhungen. Sie rechnen vor, dass die Zahlungen an Apotheken durchaus gestiegen seien. Das Problem liege nicht in der Höhe der Gesamtvergütung, sondern in deren Verteilung. Die Kassen bezeichnen die Behauptung fehlender Geldmittel als unzutreffend und fordern eine gerechtere Aufteilung der vorhandenen Honorare zwischen den Apotheken.