Die Steuerberaterkammer Berlin hat rechtliche Schritte gegen das Unternehmen Accountable eingeleitet. Streitpunkt ist die Bezeichnung "KI-Steuerberater" für eine Steuersoftware des Unternehmens. Die Kammer sieht darin einen Verstoß gegen berufsrechtliche Bestimmungen.

Das Verfahren könnte weitreichende Folgen haben. Rechtsexperten bewerten den Fall als mögliche Grundsatzentscheidung für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz in regulierten Berufen. Die Klage wirft die Frage auf, ob und unter welchen Bedingungen KI-Tools Berufsbezeichnungen verwenden dürfen, die traditionell geschützten Berufsgruppen vorbehalten sind.

Accountable bietet eine Software an, die Steuererklärungen automatisiert erstellen soll. Die Steuerberaterkammer argumentiert, dass die Bezeichnung "KI-Steuerberater" irreführend sei und den Eindruck erwecke, es handle sich um eine qualifizierte steuerliche Beratung durch einen zugelassenen Steuerberater.

Das Gerichtsverfahren steht noch am Anfang. Eine Entscheidung könnte Präzedenzcharakter für ähnliche Fälle in anderen regulierten Branchen haben.