Die britische Billigfluggesellschaft Easyjet hat das Übernahmeangebot des US-Finanzinvestors Apollo Global angenommen – und damit eine Kehrtwende vollzogen. Noch am Sonntag hatte die Airline eine Grundsatzvereinbarung mit dem Konkurrenten Castlelake geschlossen. Nun zieht Easyjet diese Empfehlung zurück.

Apollo bietet 7,15 Pfund je Aktie und bewertet Easyjet damit insgesamt mit 5,7 Milliarden Pfund, umgerechnet rund 6,7 Milliarden Euro. Castlelake hatte lediglich 6,90 Pfund je Aktie geboten, was einer Gesamtbewertung von bis zu 5,5 Milliarden Pfund entspricht. In einer gemeinsamen Erklärung begründen Apollo und Easyjet den Schwenk damit, dass das neue Angebot einen höheren Barwert für die Aktionäre biete. An der Börse legte die Easyjet-Aktie daraufhin zeitweise um 14 Prozent zu.

Verbindlich ist das Angebot noch nicht: Apollo muss bis zum 7. August ein formelles Gebot vorlegen, Castlelake hat bis zum 3. August Zeit. Easyjet gilt wegen seiner begehrten Start- und Landerechte an Flughäfen wie London-Gatwick, Paris und Genf seit Längerem als attraktives Übernahmeziel.