Eine neue Studie zeigt: Die 12-Uhr-Regel für Tankstellen hat nicht die gewünschte Wirkung erzielt. Seit Einführung der Regelung, die Tankstellen nur noch einmal täglich um 12 Uhr Preiserhöhungen erlaubt, sind sowohl die Spritpreise als auch die Gewinnmargen der Mineralölkonzerne gestiegen. Superbenzin wurde durchschnittlich um sechs Cent teurer. Die ursprünglich geplante Preissenkung für Verbraucher blieb aus.

Die Auswirkungen der Regel variieren je nach Region und Tankstellengröße erheblich. Wirtschaftsforscher stellten fest, dass die Maßnahme vor allem den Mineralölkonzernen zugutekommt, während das eigentliche Ziel - niedrigere Spritpreise für Autofahrer - verfehlt wurde. Die Studie dokumentiert regionale Unterschiede bei den Preiseffekten.

Die 12-Uhr-Regel sollte ursprünglich häufige Preisänderungen verhindern und dadurch für stabilere, niedrigere Kraftstoffpreise sorgen. Stattdessen nutzen die Konzerne die Regelung offenbar zur Gewinnmaximierung.