Eine neue Untersuchung zeigt unerwartete Folgen der sogenannten 12-Uhr-Regel für Tankstellen. Das Gesetz erlaubt Tankstellenbetreibern nur noch einmal täglich eine Preiserhöhung - um 12 Uhr mittags. Ursprünglich sollte diese Regelung die Spritpreise für Verbraucher stabilisieren und senken.
Wirtschaftsforscher haben jedoch festgestellt, dass sowohl die Benzin- und Dieselpreise als auch die Gewinnmargen der Mineralölkonzerne seit Einführung der Regel gestiegen sind. Die Unternehmen profitieren demnach stärker von der neuen Regelung als erwartet.
Die Auswirkungen variieren je nach Region und Größe der Tankstelle. Während kleinere Tankstellen unterschiedlich betroffen sind, zeigen sich bei größeren Standorten deutlichere Effekte. Die Forscher dokumentierten diese Entwicklung durch Vergleiche der Preis- und Margendaten vor und nach Inkrafttreten des Gesetzes.
Das Ergebnis steht im Widerspruch zur ursprünglichen Intention der Regelung, die Marktmacht der Konzerne zu begrenzen und Verbrauchern beim Tanken zu helfen.
Studie: 12-Uhr-Regel lässt Tankstellen-Gewinne steigen
Warum das wichtig ist
Du zahlst möglicherweise mehr für Sprit, obwohl ein Gesetz eigentlich günstigere Preise bewirken sollte.