Die vor einer Woche eingeführte 12-Uhr-Regel an deutschen Tankstellen zeigt bisher nicht die erhoffte Wirkung. Sowohl Superbenzin als auch Diesel sind seit der Einführung der neuen Regelung deutlich teurer geworden, anstatt günstiger zu werden. Der ADAC bewertet die Maßnahme bereits als gescheitert.
Besonders auffällig ist der Anstieg bei Diesel, der erneut ein Rekordhoch erreicht hat. Dies geschieht paradoxerweise zu einem Zeitpunkt, in dem die Rohölpreise deutlich gefallen sind. Die meisten Tankstellen haben ihre Preise trotz der günstigeren Rohstoffkosten weiter erhöht.
Die 12-Uhr-Regel sollte ursprünglich für mehr Transparenz und niedrigere Preise sorgen, indem sie bestimmte Preisanpassungen zu festgelegten Zeiten vorschreibt. Während Deutschland auf diese regulatorische Maßnahme setzt, greifen andere EU-Länder zu direkteren Mitteln wie Zuschüssen, Steuersenkungen oder Preisdeckeln, um die Belastung für Autofahrer zu reduzieren.
Experten sehen dennoch einen Hoffnungsschimmer: Der Preisanstieg verlangsamt sich im Vergleich zu den vorherigen Wochen, auch wenn er weiterhin anhält.
Spritpreise steigen trotz neuer 12-Uhr-Regel weiter an
Warum das wichtig ist
Autofahrer müssen weiterhin mit steigenden Kosten an der Tankstelle rechnen, obwohl neue Regelungen Entlastung versprechen sollten.