Christopher Waller, Gouverneur der US-Notenbank Fed, hat sich für einen restriktiveren geldpolitischen Kurs ausgesprochen. Der hochrangige Notenbanker erklärte, die Inflation entwickle sich nicht in die gewünschte Richtung und stellte mögliche Zinserhöhungen in Aussicht. Diese Position markiert eine Kehrtwende in Wallers bisheriger Haltung zur Geldpolitik.

Die Äußerungen erfolgen zu einem brisanten Zeitpunkt: Präsident Donald Trump hat Kevin Warsh als neuen Fed-Vorsitzenden nominiert und erwartet von der Notenbank Zinssenkungen. Waller stellt sich damit sowohl gegen Trumps Wünsche als auch gegen seine eigene frühere Position. Der Gouverneur gehört zu den einflussreichen Stimmen im Fed-System und seine Meinungsänderung könnte die künftige Geldpolitik beeinflussen.

Trump hatte während seiner Amtseinführung betont, sich beim Thema Zinsen neutral zu verhalten, ließ jedoch durchblicken, welche Richtung er bevorzugt. Die Diskrepanz zwischen den Erwartungen des Präsidenten und den Einschätzungen erfahrener Notenbanker wie Waller deutet auf mögliche Spannungen in der amerikanischen Geldpolitik hin.