Deutsche Arbeitnehmer müssen im April durchschnittlich fünf Minuten arbeiten, um sich einen Liter Benzin leisten zu können. Das zeigen aktuelle Berechnungen des Ifo-Instituts zur Kaufkraft bei Kraftstoffen. Trotz der gestiegenen Spritpreise durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten bewerten die Forscher die Belastung im historischen Vergleich als nicht außergewöhnlich hoch.
Der aktuelle Ölpreisanstieg fällt deutlich moderater aus als nach dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs. Damals schnellten die Kraftstoffkosten drastischer in die Höhe und belasteten Verbraucher stärker. Die Relation zwischen Arbeitszeit und Spritkosten hat sich seitdem wieder entspannt.
Eine Ausnahme bilden jedoch Geringverdiener. Für Menschen mit niedrigen Einkommen stellt der Kraftstoff weiterhin eine überdurchschnittlich hohe finanzielle Belastung dar. Bei ihnen macht sich jeder Preisanstieg an der Tankstelle deutlicher im Haushaltsbudget bemerkbar als bei Durchschnittsverdienern.
Spritpreise: Fünf Minuten Arbeitszeit für einen Liter Benzin
Warum das wichtig ist
Die Arbeitszeit-Rechnung hilft dir einzuschätzen, wie stark Spritpreise dein Budget wirklich belasten.