Anfang Mai erreichten die Strompreise in Deutschland zeitweise Minuswerte von bis zu 50 Cent pro Kilowattstunde. Das bedeutet: Wer in diesen Stunden Strom verbrauchte, bekam Geld dafür. Dieses Phänomen tritt auf, wenn die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien das Angebot stark übersteigt und gleichzeitig die Nachfrage gering ist.
Negative Strompreise entstehen, weil Kraftwerke nicht einfach abgeschaltet werden können und Stromnetzbetreiber das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage aufrechterhalten müssen. Anstatt überschüssigen Strom zu vernichten, zahlen sie Verbrauchern eine Vergütung für die Abnahme.
Für Privathaushalte mit flexiblen Stromtarifen oder intelligenten Stromzählern ergeben sich dadurch Sparmöglichkeiten. Sie können energieintensive Geräte wie Waschmaschinen oder Elektroautos gezielt in Zeiten negativer Preise betreiben. Unternehmen mit hohem Stromverbrauch nutzen diese Phasen bereits systematisch zur Kostenreduzierung.
Negative Strompreise: Verbraucher bekommen Geld für Stromnutzung
Warum das wichtig ist
Du kannst bei flexiblen Stromtarifen Geld sparen, indem du stromintensive Geräte in Zeiten negativer Preise nutzt.