Die Bundesregierung arbeitet an einer Reform des Versorgungsausgleichs bei Scheidungen. Justizministerin Nancy Faeser will die Aufteilung von Rentenansprüchen zwischen geschiedenen Partnern gerechter gestalten. Bisher werden Rentenansprüche nach einer Scheidung oft nur unvollständig geteilt, was zu finanziellen Nachteilen im Alter führen kann.

Der Versorgungsausgleich regelt, wie die während der Ehe erworbenen Rentenansprüche zwischen den Ex-Partnern aufgeteilt werden. Die geplante Reform soll besonders bei Betriebsrenten und Einmalzahlungen mehr Fairness schaffen. Diese Bereiche sind bisher oft nicht ausreichend im Versorgungsausgleich berücksichtigt.

Ziel der neuen Regelungen ist es, Altersarmut nach Scheidungen zu verhindern. Besonders betroffen sind oft Partner, die während der Ehe weniger gearbeitet oder Kinder betreut haben und dadurch geringere eigene Rentenansprüche erworben haben. Die Reform soll sicherstellen, dass beide Ex-Partner angemessen an den gemeinsam erwirtschafteten Rentenansprüchen beteiligt werden.