Die Bundesregierung bremst Erwartungen auf rasch fallende Kraftstoffpreise trotz der jüngsten Entspannung im Iran-Konflikt. Obwohl die Rohölpreise bereits deutlich gesunken sind und sich auf dem niedrigsten Stand seit Mitte März befinden, bleibt die Entlastung an deutschen Tankstellen vorerst aus.
Als Hauptgrund nennt die Regierung die komplexe Logistik: Die Wiederöffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus und der Aufbau neuer Lieferketten werden voraussichtlich mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Diese Meerenge ist eine der wichtigsten Transportrouten für Erdöl weltweit.
Auch der Mineralölwirtschaftsverband hatte bereits vor zu hohen Erwartungen gewarnt. Die Waffenruhe im Iran-Konflikt führt zwar zu einer Beruhigung der Ölmärkte, doch bis sich dies in niedrigeren Preisen an der Zapfsäule niederschlägt, müssen Verbraucher Geduld aufbringen. Die Regierung mahnt daher zu realistischen Erwartungen bezüglich des Zeitrahmens für spürbare Preissenkungen.
Regierung dämpft Hoffnung auf schnell sinkende Spritpreise
Warum das wichtig ist
Autofahrer müssen trotz entspannter Lage im Nahen Osten weiterhin mit hohen Spritpreisen rechnen.