Offenbach bleibt Deutschlands Problemzone beim Autofahren: Zum dritten Mal in Folge weist die hessische Stadt die schlechteste Kfz-Schadenbilanz aller 413 Zulassungsbezirke auf. Die Schäden in der Kfz-Haftpflicht liegen dort fast 40 Prozent über dem Bundesdurchschnitt, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilte. Die Kfz-Haftpflicht ist die gesetzlich vorgeschriebene Versicherung, die Schäden an Eigentum und Gesundheit anderer abdeckt.
Der GDV teilt alle Zulassungsbezirke jährlich in zwölf Regionalklassen ein – Klasse 12 bedeutet die schlechteste Bilanz. Offenbach landet dort gemeinsam mit den hessischen Städten Wiesbaden und Kassel. Als mögliche Ursache nennt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen engen Stadtverkehr, ohne dies abschließend belegen zu können. Wichtig: Maßgeblich ist nicht, wo ein Unfall passiert, sondern wo das Auto zugelassen ist.
Den bundesweit besten Wert erzielt der brandenburgische Landkreis Elbe-Elster mit dem Kennzeichen EE. Auf Platz zwei und drei folgen Gelsenkirchen und Berlin.
Offenbach führt Kfz-Schadensranking zum dritten Mal in Folge an
Warum das wichtig ist
Wer in Offenbach, Wiesbaden oder Kassel wohnt, zahlt durch die Einstufung in Regionalklasse 12 potenziell mehr für seine Kfz-Haftpflichtversicherung als Fahrer in ländlichen Regionen wie dem Vogelsberg (Klasse 2).