Die Rohstoffmärkte reagieren unterschiedlich auf die aktuellen geopolitischen Spannungen. Der Ölpreis kletterte auf 113 Dollar je Barrel, nachdem neue Drohungen im Iran-Konflikt die Sorge vor Lieferengpässen anheizte. Iran ist einer der größten Ölproduzenten weltweit, weshalb Konflikte in der Region traditionell die Energiepreise nach oben treiben.

Überraschend entwickelt sich dagegen der Goldpreis: Das Edelmetall, das normalerweise als sicherer Hafen in Krisenzeiten gilt, fällt weiter. Experten sehen mehrere Gründe für diesen scheinbaren Widerspruch. Der starke US-Dollar macht Gold für Anleger mit anderen Währungen teurer. Gleichzeitig belasten steigende Zinsen das zinslose Edelmetall, da Anleger höhere Renditen bei Anleihen erzielen können.

Die unterschiedlichen Marktreaktionen zeigen, dass Rohstoffe nicht immer gleich auf geopolitische Krisen reagieren. Während Öl direkt von Lieferrisiken betroffen ist, hängt Golds Attraktivität von mehreren Faktoren wie Zinsniveau und Dollarkurs ab.