Wer in einen MSCI-World-ETF spart, trägt mehr Technologierisiko als oft gedacht. Ende September konzentrierten sich 27,85 Prozent des gesamten Index auf nur zehn Unternehmen – fast alle aus dem Tech-Sektor. Nvidia, der führende KI-Chiphersteller, macht davon allein 5,81 Prozent aus. Gleichzeitig entfallen mehr als drei Viertel des Index auf US-Aktien, der IT-Sektor kommt auf 31,78 Prozent.
Das hat konkrete Folgen: Fallen die zehn Schwergewichte um 30 Prozent, verliert ein MSCI-World-ETF allein dadurch rund 8 Prozent an Wert. Chipaktien stehen derzeit tatsächlich unter Druck – ein Halbleiter-ETF steuerte am 13. Oktober auf seinen sechsten Verlusttag in Folge zu. Nvidia lag am 9. Oktober knapp 6 Prozent unter seinem Rekordhoch, Micron 18 Prozent unter dem Jahreshöchststand, Infineon sogar fast 35 Prozent. Hintergrund sind Gewinnmitnahmen nach einer starken Rally sowie Sorgen über chinesische Konkurrenz und die Finanzierung von KI-Rechenzentren.
Wer das Klumpenrisiko – also die gefährliche Abhängigkeit von wenigen Titeln – reduzieren will, kann auf Equal-Weight-ETFs setzen oder andere Regionen beimischen.
MSCI World: Zehn Tech-Konzerne bündeln 27,85 Prozent des Index
Warum das wichtig ist
Wer 10.000 Euro in einem MSCI-World-ETF hält, hat davon rechnerisch rund 2.785 Euro in nur zehn Tech-Konzerne investiert.